Im Büro: Sitzen Sie schon oder Lümmeln Sie noch?

Liebe Leser. Nachdem Sie hier gelandet sind, ist anzunehmen, dass auch Sie der großen Masse von Büroangestellten angehören, die unter Rückenbeschwerden leidet. Dieser Umstand ist wahrscheinlich dem Bürosessel an Ihrem Arbeitsplatz geschuldet. Ein unpassender Bürosessel zwingt uns nämlich dazu, eine falsche Sitzposition einzunehmen. Wie sich das zeigt und was die Auswirkungen sind und wie Sie dem entgegenwirken können, das lesen Sie hier.
Perfekter Bürostuhl vs. schlechter Bürostuhl
Die Frage aller Fragen ist: Woran erkenne ich als Laie einen schlechten Bürostuhl und woran merke ich, dass ich auf dem perfekten Bürostuhl sitze? Nun, da hätten wir mehrere Anhaltspunkte, die Aufschluss darüber geben, wie gut Ihre Sitzposition ist. Beantworten Sie einfach folgende Fragen:
-Ist die Sitzposition, wenn Sie aufrecht am Arbeitsplatz sitzen, angenehm?
-Haben Sie das Bestreben, mehrmals pro Stunde die Position zu verändern?
-Müssen Sie sich strecken oder bücken, um die Unterarme auf dem Tisch vor sich abzulegen?
Wenn das „Stillsitzen“ schwerfällt, stimmt meistens was nicht. Denn die optimale Sitzhaltung ist entspannt und aufrecht. Für Ihre Vorgesetzten ist wichtig: wer beim Bürostuhl spart, spart am falschen Ende. Studien haben nämlich gezeigt, dass die Produktivität signifikant steigt, wenn die Angestellten gut und bequem sitzen. Bedenken Sie: Man sitzt teilweise 8 Stunden und mehr darauf.
Der perfekte Bürostuhl erfüllt mehrere Kriterien.
Er ist rückengerecht, ergonomisch und zweckdienlich. Doch was heißt das im Detail? Zum einen sollte der Bürostuhl das sogenannte GS-Zeichen aufweisen. Dieses ist ein Sicherheitsmerkmal und wird von Prüfstellen wie dem TÜV vergeben. Weiters gibt es eine Norm, die festlegt, wie Büromöbel konstruiert sein müssen. Es ist die DIN 4551, die landesweit gültig ist. Die optimale Sitzhöhe sollte zwischen 38 cm und 57 cm einstellbar sein. Die Sitztiefe sollte um 10 cm zu regulieren sein. Denn eine zu große Tiefe sorgt dafür, dass kleinere Angestellte die Rückenlehne nicht mehr richtig erreichen oder dass der Rand der Sitzfläche unter den Kniegelenken drückt. Achten Sie bei der Anschaffung zudem darauf, dass das hintere Ende der Sitzfläche nicht ansteigend ist – man rutscht ansonsten nach vorne. Die Vorderkante des Sitzes sollte weich und abgerundet sein, damit es nicht zu Druckstellen an den Oberschenkelunterseiten kommt. Achten Sie auf eine nicht zu weiche Polsterung und eine verstellbare Rückenlehne. Wer sich ein Extra gönnen will, wählt ein Modell mit verstellbaren Lordosestützen und ebenfalls justierbaren Armlehnen.
Sie sehen – hier spielen einige Faktoren zusammen. Bevor Sie ein Modell kaufen, sollten Sie auf alle Fälle Probesitzen. Testen Sie, wie er sich anfühlt und kaufen Sie, wenn Sie das Gefühl haben, auf dem Bürostuhl sehr lange ohne Rückenbeschwerden sitzen zu können.

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